Swisscom Peering Policy Perversions

Was ist ein Peering?

Wenn man von einem Internetprovider Daten zu einem anderen schicken will, dann geht das an erster Stelle über einen Upstream, einen grösseren Internetprovider an dem andere Internetprovider angehängt sind. Diesen Upstream bezahlt man.

Ein Peering ist nun, wenn man eine direkte Leitung zum anderen ISP einrichtet, und allen Traffic vom und zu diesem ISP (aber nur den) direkt darüber leitet. Dies geht relativ kostengünstig wenn man bereits im selben Datacenter Infrastruktur hat, und es gibt Vereine, hier die SwissIX welche die gemeinsame Infrastruktur (die Switches) in diesen Datacentern betreiben.

Mit einem Peering sparen nun beide Seiten Upstream-Kosten, und die Kunden profitieren von kürzen Pfaden, also schnellerem Zugriff. Es ist also in den meisten Fällen eine Win-Win Situation.

Es gibt vereinzelt Fälle wo der eine Partner mehr profitiert als der andere, typischerweise profitiert dann der der mehr Daten saugt als er liefert.

Swisscom saugt

Die Swisscom ist einer der grössten Endkunden-Provider der Schweiz, und damit auch einer der grössten Empfänger von Daten. Man würde nun erwarten dass die Swisscom ein sehr grosses Interesse daran hat zu peeren, speziell mit Providern deren Kunden bei Swisscom-Kunden beliebte Seiten anbieten.

Stattdessen verlangt die Swisscom eine monatliche Miete. Mit anderen Worten, die Swisscom spart Upstream-Kosten, die Kunden der Swisscom haben besseren Zugriff auf Webseiten, und die Swisscom lässt sich das auch noch bezahlen.

Der andere ISP spart etwas Upstream-Kosten, und drückt dann stattdessen gleich wieder Geld an die Swisscom ab. Finanziell kann das nur bei sehr grossem eingespartem Datenvolumen funktionieren; wenn die Einsparungen grösser sind als die monatliche Rente an die Swisscom.

Der einzige Grund weshalb das funktionieren kann, ist dass die Kunden anderer ISPs, die Webseiten anbieten, ein Interesse daran haben dass ihre Seiten schnell bei den Swisscom-Kunden ankommen. Und dieses Interesse haben sie, weil die Swisscom einen Grossteil aller Endkunden bei sich angehängt haben. Ein sehr deutlicher Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

Tatsächlich haben sich auch schon Provider in der Schweiz dagegen gewehrt, z.b. hat Init7 einen Teilsieg gegen die Swisscom errungen. Aber dass die Swisscom immer noch für Peerings Geld verlangen kann, zeigt deutlich dass da von Wettbewerb keine Spur vorhanden ist, und die Swisscom nach wie vor bereit ist ihre Kunden, und die Qualität deren Internetverbindung, gegen kleinere Internetprovider auszuspielen.

Die Verlierer dieser Monopolrentenpolitik der Swisscom sind die anderen Internetprovider, deren Service anbietende Kunden, und die Kunden der Swisscom.

Swisscom Peering Policy Perversions

Was ist ein Peering?

Wenn man von einem Internetprovider Daten zu einem anderen schicken will, dann geht das an erster Stelle über einen Upstream, einen grösseren Internetprovider an dem andere Internetprovider angehängt sind. Diesen Upstream bezahlt man.

Ein Peering ist nun, wenn man eine direkte Leitung zum anderen ISP einrichtet, und allen Traffic vom und zu diesem ISP (aber nur den) direkt darüber leitet. Dies geht relativ kostengünstig wenn man bereits im selben Datacenter Infrastruktur hat, und es gibt Vereine, hier die SwissIX welche die gemeinsame Infrastruktur (die Switches) in diesen Datacentern betreiben.

Mit einem Peering sparen nun beide Seiten Upstream-Kosten, und die Kunden profitieren von kürzen Pfaden, also schnellerem Zugriff. Es ist also in den meisten Fällen eine Win-Win Situation.

Es gibt vereinzelt Fälle wo der eine Partner mehr profitiert als der andere, typischerweise profitiert dann der der mehr Daten saugt als er liefert.

Swisscom saugt

Die Swisscom ist einer der grössten Endkunden-Provider der Schweiz, und damit auch einer der grössten Empfänger von Daten. Man würde nun erwarten dass die Swisscom ein sehr grosses Interesse daran hat zu peeren, speziell mit Providern deren Kunden bei Swisscom-Kunden beliebte Seiten anbieten.

Stattdessen verlangt die Swisscom eine monatliche Miete. Mit anderen Worten, die Swisscom spart Upstream-Kosten, die Kunden der Swisscom haben besseren Zugriff auf Webseiten, und die Swisscom lässt sich das auch noch bezahlen.

Der andere ISP spart etwas Upstream-Kosten, und drückt dann stattdessen gleich wieder Geld an die Swisscom ab. Finanziell kann das nur bei sehr grossem eingespartem Datenvolumen funktionieren; wenn die Einsparungen grösser sind als die monatliche Rente an die Swisscom.

Der einzige Grund weshalb das funktionieren kann, ist dass die Kunden anderer ISPs, die Webseiten anbieten, ein Interesse daran haben dass ihre Seiten schnell bei den Swisscom-Kunden ankommen. Und dieses Interesse haben sie, weil die Swisscom einen Grossteil aller Endkunden bei sich angehängt haben. Ein sehr deutlicher Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

Tatsächlich haben sich auch schon Provider in der Schweiz dagegen gewehrt, z.b. hat Init7 einen Teilsieg gegen die Swisscom errungen. Aber dass die Swisscom immer noch für Peerings Geld verlangen kann, zeigt deutlich dass da von Wettbewerb keine Spur vorhanden ist, und die Swisscom nach wie vor bereit ist ihre Kunden, und die Qualität deren Internetverbindung, gegen kleinere Internetprovider auszuspielen.

Die Verlierer dieser Monopolrentenpolitik der Swisscom sind die anderen Internetprovider, deren Service anbietende Kunden, und die Kunden der Swisscom.